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Flash-Speicher: wichtige Daten über mehrere Medien aufteilen
Bild: Memorysolution
Nicht nur auf Grund ihrer kompakten Bauform, auch wegen der drastisch sinkenden Preise erfreuen sich halbleiterbasierte Flash-Speicher steigender Beliebtheit – sowohl in Form von Speicherkarten für Digitalkameras und Mobiltelefone als auch in Form von universell einsetzbaren USB-Sticks. Den Vorteilen – geringer Energieverbrauch, Unempfindlichkeit gegenüber Erschütterungen, hohe Kapazität (bei USB-Sticks inzwischen bis 64 GByte) – stehen allerdings auch spezifische Nachteile gegenüber. Neben der vergleichsweise geringen Schreibgeschwindigkeit kann sich die limitierte Überschreibbarkeit der Flash-Speicherzellen als Defizit erweisen.
Nach Empfehlung von Kingston Technology sollte der Anwender bei der Produktauswahl zwischen NAND-Flashzellen für normale oder hohe Beanspruchung unterscheiden. Flash-Speicher sind als Standard mit MLC-NAND-Chips (»multi-level cell«) ausgestattet und haben eine Lebensdauer von 10.000 Schreibzyklen. Hochwertige USB-Speicher verfügen demgegenüber über SLC-NAND-Chips (»single-level cell«). Diese verfügen nicht nur über eine dreifach höhere Schreibgeschwindigkeit, ihre Lebensdauer beträgt darüber hinaus 100.000 Schreibzyklen.
10.000 Schreibzyklen scheinen für Standard-Flash-Speicher zwar etwas wenig, können unter Umständen aber eine Lebensdauer von vielen Jahren bedeuten. In Produkten von Kingston verteilen beispielsweise die eingesetzten Controller die Belastung mit Hilfe spezieller Verfahren gleichmäßig auf alle Zellen des Speicherchips und verlängern damit seine Lebensdauer.
Laut Toshiba, dem Erfinder des Flash-Speichers und einem der führenden Anbieter von Flash-Chips, reichen die 10.000 Zyklen von MLC-NAND für viele Privatanwendungen völlig aus. So kann zum Beispiel eine Flash-Karte mit 256 MByte und MLC-NAND in der Regel 250 Bilder einer Kamera mit 4 Megapixel speichern. 10.000 Schreib/Lösch-Zyklen kombiniert mit den Nutzungsausgleichsalgorithmen des Controllers bedeuten dann, dass der Anwender innerhalb der erwarteten Lebensdauer der Karte etwa 2,5 Millionen Bilder speichern und/oder aufrufen könnte.
In der Regel liegt der Preis von MLC-Produkten etwa 30 Prozent unter dem vergleichbarer SLC-Produkte. Leider befinden sich bei den meisten USB-Sticks keinerlei Hinweise auf den verwendeten Speicher-Chip. Der Käufer sollte also nachfragen um sicher zu sein, dass er den für seine Anwendung und seine Sicherheitsansprüche passenden Flash-Speicher erwirbt.
Unter normalen Speicherbedingungen können Flash-Speicher die Daten bis zu zehn Jahre lang speichern. Dennoch empfehlen die Anbieter von Flash-Produkten, alle wichtigen Daten auf verschiedenen Medien zu sichern, um auch bei einem Ausfall auf der sicheren Seite zu sein.
So eine SLC-CF-Karte rein und trotzdem vorsichtshalber die Schreibzugriffe (Logfiles) einigermaßen einschränken, dann sollte da nix schiefgehen. Die CF-Karten, die man direkt bei PC Engines bekommen kann, sind nämlich auch nur MLC (http://www.pcengines.ch/cf4dp.htm);finde ich schon interessant.