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18.11.2008, 10:20

Schneller USB-Stick sinnvoll?

Hallo zusammen,

ich spiele gerade mit dem Gedanken, mir eine NSLU2 zuzulegen, die dann mit einem USB-Stick als "Festplatte" unter Debian laufen soll. Dazu ein 2. Stick für regelmäßiges Komplett-Backup. USB-Stick wegen des geringeren Stromverbrauchs und Anschaffungspreis.

Ich habe schon gegoogelt, auf diversen NSLU2-Seiten geguckt und hier im Forum gesucht, aber keine schlüssige Antwort gefunden. Daher stelle ich mal hier meine Frage.

Es gibt ja schnelle USB-Sticks mit z.B. 30MB/s Lesen und 15MB/s Schreiben. Wären diese Geschwindigkeiten an der NSLU2 überhaupt erreichbar oder kann ich mir das Geld sparen und einen normalen Stick nehmen?

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2

18.11.2008, 17:53

AW: Schneller USB-Stick sinnvoll?

Ich habe gerade mal einen kleinen und nur im Ansatz aussagefähigen Test gemacht:
An meiner Unslung-Slug hängt einerseits die Systemfestplatte, andererseits ein D-Link 7-Port-USB-Hub. An diesen habe ich nun einerseits einen SanDisk-2GB -Standardstick und andererseits einen deutlich flotteren Buffalo-Firestix-2GB-Stick drangestöpselt. Allerdings braucht der auch unter aktuellen Windoof-Varianten einen zusätzlichen Treiber, um richtig schnell zu sein - die reine USB-2-Performance ist aber auch eher hoch.

Anschließend habe ich mir ein kleines Shellskript gestrickt und je eine 75 MB-Datei von der Systemplatte auf die beiden Sticks kopiert (nicht die Gleiche, um Cache-bedingte Verfälschungen zu vermeiden).

Ergebnis:
Der Buffalo-Stick ist mit 4,28 MB/s beim Schreiben etwa 1MB/s schneller als das Sandisk-Gegenstück. Das ist zwar in absoluten Zahlen nicht viel, aber immerhin knapp 25% mehr.
Im umgekehrten Fall (lesen von den Sticks, Schreiben auf die Platte am anderen USB-Port) war der Buffalo-Stick praktisch genau so schnell wie beim Schreiben, der Sandisk-Stick war hier sogar etwas schneller.

Folgende Schlussfolgerungen ziehe ich daraus (was auch meinen sonstigen Erfahrungen entspricht):
1. Die Slug ist bei weitem nicht schnell genug, um die Maximalleistung der angeschlossenen Laufwerke auszuschöpfen.
2. Dennoch gibt es Unterschiede in der Performance einzelner Laufwerke.
3. Je nach Einsatzzweck wären noch Lese- und Schreibleistung zu unterscheiden.

Zusätzlich würde ich mal austesten, wie hoch Deine tatsächliche Netzwerkstransferrate zur Slug ist/wäre. Einerseits sollte der Stick natürlich keine zusätzliche Bremse darstellen, andererseits lohnt sich z.B. bei einer als Fileserver in einem WLAN betriebenen Slug kein 30 MB/s-Stick, wenn man real gerade 3-4 MB/s durch den Äther quält.

Gruß,

Thomas

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3

22.11.2008, 10:38

AW: Schneller USB-Stick sinnvoll?

Ui, da hast Du Dir ja gleich richtig Arbeit gemacht. Danke für die schnelle Antwort!

Die Slug soll hauptsächlich als Web- und Mail-Server laufen, Zugriff über das Internet und WLAN. Von daher reicht also ein normaler Stick aus.

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22.11.2008, 13:06

AW: Schneller USB-Stick sinnvoll?

Hallo alle zusammen,

habe hier noch mal etwas interessantes gefunden, wobei ich denke dass das alle doch interessieren könnte und zu diesem Thema passt.

http://www.speicherguide.de/magazin/date…odo=de&theID=58

Zitat

Flash-Speicher: wichtige Daten über mehrere Medien aufteilen
Bild: Memorysolution
Nicht nur auf Grund ihrer kompakten Bauform, auch wegen der drastisch sinkenden Preise erfreuen sich halbleiterbasierte Flash-Speicher steigender Beliebtheit – sowohl in Form von Speicherkarten für Digitalkameras und Mobiltelefone als auch in Form von universell einsetzbaren USB-Sticks. Den Vorteilen – geringer Energieverbrauch, Unempfindlichkeit gegenüber Erschütterungen, hohe Kapazität (bei USB-Sticks inzwischen bis 64 GByte) – stehen allerdings auch spezifische Nachteile gegenüber. Neben der vergleichsweise geringen Schreibgeschwindigkeit kann sich die limitierte Überschreibbarkeit der Flash-Speicherzellen als Defizit erweisen.


Nach Empfehlung von Kingston Technology sollte der Anwender bei der Produktauswahl zwischen NAND-Flashzellen für normale oder hohe Beanspruchung unterscheiden. Flash-Speicher sind als Standard mit MLC-NAND-Chips (»multi-level cell«) ausgestattet und haben eine Lebensdauer von 10.000 Schreibzyklen. Hochwertige USB-Speicher verfügen demgegenüber über SLC-NAND-Chips (»single-level cell«). Diese verfügen nicht nur über eine dreifach höhere Schreibgeschwindigkeit, ihre Lebensdauer beträgt darüber hinaus 100.000 Schreibzyklen.


10.000 Schreibzyklen scheinen für Standard-Flash-Speicher zwar etwas wenig, können unter Umständen aber eine Lebensdauer von vielen Jahren bedeuten. In Produkten von Kingston verteilen beispielsweise die eingesetzten Controller die Belastung mit Hilfe spezieller Verfahren gleichmäßig auf alle Zellen des Speicherchips und verlängern damit seine Lebensdauer.
Laut Toshiba, dem Erfinder des Flash-Speichers und einem der führenden Anbieter von Flash-Chips, reichen die 10.000 Zyklen von MLC-NAND für viele Privatanwendungen völlig aus. So kann zum Beispiel eine Flash-Karte mit 256 MByte und MLC-NAND in der Regel 250 Bilder einer Kamera mit 4 Megapixel speichern. 10.000 Schreib/Lösch-Zyklen kombiniert mit den Nutzungsausgleichsalgorithmen des Controllers bedeuten dann, dass der Anwender innerhalb der erwarteten Lebensdauer der Karte etwa 2,5 Millionen Bilder speichern und/oder aufrufen könnte.


In der Regel liegt der Preis von MLC-Produkten etwa 30 Prozent unter dem vergleichbarer SLC-Produkte. Leider befinden sich bei den meisten USB-Sticks keinerlei Hinweise auf den verwendeten Speicher-Chip. Der Käufer sollte also nachfragen um sicher zu sein, dass er den für seine Anwendung und seine Sicherheitsansprüche passenden Flash-Speicher erwirbt.


Unter normalen Speicherbedingungen können Flash-Speicher die Daten bis zu zehn Jahre lang speichern. Dennoch empfehlen die Anbieter von Flash-Produkten, alle wichtigen Daten auf verschiedenen Medien zu sichern, um auch bei einem Ausfall auf der sicheren Seite zu sein.



Gruß

Julian

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25.11.2008, 09:24

AW: Schneller USB-Stick sinnvoll?

Ja, MLC und SLC ist auch so ein Thema. Bei den meisten Sticks sind da auch im Web keine Angaben zu finden. Einzige Ausnahme, bei dem was ich bisher gefunden habe, ist da Kingston. Die verwenden SLC in einigen (teuren) Sticks und in den Elite Pro und Ultimate CF Karten.

Ich bin schon am überlegen, ob ich mir nicht doch statt einer Slug ein Alix.1C hole - ist ja auch bald Weihnachten. :) So eine SLC-CF-Karte rein und trotzdem vorsichtshalber die Schreibzugriffe (Logfiles) einigermaßen einschränken, dann sollte da nix schiefgehen. Die CF-Karten, die man direkt bei PC Engines bekommen kann, sind nämlich auch nur MLC (http://www.pcengines.ch/cf4dp.htm);finde ich schon interessant.

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