Sie sind nicht angemeldet.

Anzeigen

**Wir werden in den kommenden Tagen einen Umzug auf einen neuen Server durchführen. Im Rahmen dieser Maßnahme wird das Forum ca. 1 Stunde nicht erreichbar sein.** nslu2-info.de ist ein privates Projekt von mir, welches jeden Monat aus eigener Tasche finanziert wird. Mit einer freiwilligen Spende wird der Erhalt und der weitere Ausbau dieses Forums unterstützt. Um mich beim Erhalt des Forums zu unterstützen, kannst Du entweder via Flattr oder Paypal spenden. Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Unterstützern.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Die NSLU2 Community****wenns ums speichern und streamen geht****. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

27.01.2006, 23:26

NSLU2 mit 128MB RAM läuft!

Hallo,

ich habs jetzt doch geschafft mein NSLU2 auf 128MB RAM zu erweitern.
Wenn jemand was ähnliches machen will, kann ich vielleicht Tipps geben. Nur die Lötarbeit kann ich leider niemanden abnehmen, dafür ist mir das Risiko doch zu groß, dass irgendwas schief geht.

Kurz die Daten:
NSLU2 mit 128MB RAM (2 Chips a 64MB) und 266MHz
OpenSlug 2.7
Apex 1.3.14 Bootloader im Flash

Gruß
Sinclair

Anzeigen

2

27.01.2006, 23:57

Hallo Sinclair

Könntest du ein Howto schreiben wie du das angestellt hast.
Ich hätte Interesse daran.
Ab besten mit ein paar Bildern.

Gruß RobertD

Anzeigen

dominikb

Anfänger

Beiträge: 32

Wohnort: Hannover

Beruf: Systemadministrator (Microsoft)

  • Nachricht senden

3

28.01.2006, 12:15

*g* Genau, am Besten mit Bildern ---

gruß
dominik

4

14.02.2006, 21:40

Hallo Sinclair!

Welche auswirkungen hat es auf die Transfergeschwindigkeit und auf die Zugriffszeit auf Ordnern?

LG Bertl

5

16.02.2006, 19:12

das ist ja mal ne gute nachricht, bilder und paar genau angaben was für speicherbaustein wären net schlecht

mfg

jh2000

Anfänger

Beiträge: 20

Firmwareversion / your current Firmware: Unslung 3.18

  • Nachricht senden

6

18.02.2006, 13:32

Bilder und Mindest-Softwareanpassung bitte. Muss der bootloader verändert werden? Muss nur der kernel angepasst werden? Geht es auch ohne anpassungen... :)
Thx
Vorhanden:
266Mhz, Openslug, 4 Usb ports, 120GB hdd, Webcam, Soundkarte, USB^RS232 Adapter(für usv), Serielle console, LED-Script, Buzzer-programm.
Was noch fehlt:
Display, USB tastatur(evtl maus :>),jtag interface, ramerweiterung(liegt bereit), scsi-idle, ein neuer Kernel, und dann bestimmt nochn stärkeres Netzteil :)
Was wohl nicht möglich ist (wenn doch bitte benachrichtigen):
2. Netzwerkkarte(Onboard), Zusatz-pci port für z.b. dvb-s karte.

7

19.02.2006, 20:51

Hallo,

leider bin ich nicht so der Schreiberling, weiss also nicht obs ein deutsches Know-How geben wird... nicht böse sein :-)

Aber die Fragen hier beantworte ich gerne.
Zu Bildern vom Umbau. Also ansich sieht das Ding, abgesehen von der Beschriftung der RAMs immer noch genauso aus wie vorher. Hab zum Umbau kurzfristig die Batterie, den Piepser und einen Elko entfernt, damit man gut rankommt und die von der Heissluft nicht kaputt gehen.

Geschwindigkeits mäßig machen die 128MB kaum was aus, solange eine Anwendung nicht viel RAM braucht. Wenn aber der 32MB-NSLU anfängt zu Swappen dann rennt Ihm der 128er natürlich davon.

Speicherbausteine:
Ich habe einen 256MB PC133 SDRAM Riegel mit 4 Chips von MDT genommen. Der ist z.B. bei www.arlt.com für ca 35€ zu bekommen. Für 128MB werden dann 2 davon benötigt. Man kann also 2 NSLU2's damit aufrüsten.
Wenn jemand nicht an den Speicher rankommt, kann ichs gegen Kostenübernahme auch hier im Laden von ARLT kaufen und verschicken.

Zur Softwareanpassung:
Hab das orginal Openslug2.7 drauf, unslung läuft meines Wissens nicht und DebianSlug braucht Anpassungen an der Kernel-Commandline. Was aber gemacht werden muss, ist den Redboot-Bootloader durch den Apex-Bootloader zu ersetzen. Achtung, das ist nicht ungefährlich wenn das Flashen schief geht und mit Apex geht auch kein Sercomm, kein Upslug und auch kein Telnet per LAN mehr. Nur noch die interne serielle Console. Deswegen sollte die gleich beim Umbau mit aufgerüstet werden.
Auch mein Bootloader Image kann ich (natürlich ohne jede Gewähr) zur Verfügung stellen.

Weitere Fragen?

Gruß
Sinclair

jh2000

Anfänger

Beiträge: 20

Firmwareversion / your current Firmware: Unslung 3.18

  • Nachricht senden

8

22.02.2006, 17:32

das wird direkt mal getestet, habe nochn paar riegel rumliegen. Hat die nslu2 n oberes limit an ram? :)


evtl könntest noch die passenden urls dazu posten
thx :)
Vorhanden:
266Mhz, Openslug, 4 Usb ports, 120GB hdd, Webcam, Soundkarte, USB^RS232 Adapter(für usv), Serielle console, LED-Script, Buzzer-programm.
Was noch fehlt:
Display, USB tastatur(evtl maus :>),jtag interface, ramerweiterung(liegt bereit), scsi-idle, ein neuer Kernel, und dann bestimmt nochn stärkeres Netzteil :)
Was wohl nicht möglich ist (wenn doch bitte benachrichtigen):
2. Netzwerkkarte(Onboard), Zusatz-pci port für z.b. dvb-s karte.

9

23.02.2006, 09:53

Muss es SDRAM sein, oder geht auch DDR-Ram

Hallo,

bin leider nicht sooo der Technikexperte, aber im Nachbauen von Sachen ganz gut. Mich interessiert nun ob es wie hier und im NSLU-Linux WIKI erwähnt wirklich unbedingt SDRAM Riegel sein müssen? Sind die Speicherbausteine wirklich unterschiedlich? Oder kann man sofern Organisation (32Mx16) und Gehäuseform (TSOP/SSOP) passen auch SPeicherchips von DDR Modulen runterreissen?

Schonmal vorab Danke für etwaige Antworten.
Gruß,
eSoulchaser

10

23.02.2006, 14:45

Jetzt antworte ich mir mal selber !

Meine obige Frage habe ich mir zwischenzeitlich selber bearntwortet. Leider geht das nicht. Ein Fotovergleich hat ergeben, daß die Chips auf den DDR MOdulen mehr pins haben, also rein physisch nicht sauber in den Slug passen.

Gruß,
esoulchaser

11

23.02.2006, 22:12

Hi,

@esoulchaser

nee, muss PC133 SDRAM sein. Hat nicht nur mit den Pins zu tun, bei den "normalen" PC's kannste ja auch nicht einfach SDRAM durch DDR ersetzen.

@jh2000

Meines Wissens ist bei 256MB Schluss. 256MB macht man indem man jeweils 2 Chips "huckepack" aufeinander lötet. Ein Pin muss dabei extra verdrahtet werden. Hab ich aber noch nicht gemacht!

@all

Hab mittlerweile meinen zweiten NSLU2 auf 128MB aufgerüstet. Aber irgendwas stimmt da noch nicht. Zwar läuft er, aber es kommt andauert eine Fehlermeldung in der Console wenn ich 128MB nutze. Wenn ich nur 32MB oder 64MB benutze (konfiguriert durch Kernel-Commandline) läuft alles einwandfrei. Das aber auch als Hinweis das der Umbau nicht Risikofrei ist.

Es haben mehrere nach Foto's gefragt. Ich hab leider keine gemacht beim Umbauen, aber ist gibt welche in der Yahoo-Group "NSLU2-Linux".

Wenn sich jemand dran wagt, dann berichtet doch bitte hier eure Erfahrungen.

Gruß
Sinclair

Siggi

Anfänger

Beiträge: 10

Firmwareversion / your current Firmware: Unslung 3.18

  • Nachricht senden

12

13.03.2006, 22:59

Hallo allerseits,

da viele User Bilder vom Umbau sehen wollen, werde hier mal so nach und nach versuchen meinen Umbau auf 128MB zu dokumentieren.

Wie Sincliar schon auf der ersten Seite schrieb, habe ich erstmals einen 4Chip 256MB SDRAM von Arlt gekauft.

Wie löte ich nur dieses Chips ab (habe keinen Heissluftlötkolben)? Was ich da habe ist ein 7,5W Lötnadel von Conrad (ca. 5 Euro) und eine 100W Billiglötpistole. Da habe ich einfach 1,5q Kupferleitung aus einem ganz normalen Stromkabel genommen und mir zurechtgebogen (siehe Bilder).

Während man die komplette Seite des Chips mit der preparierten Lötspitze anheizt, hebelt man sachte mit einem flachen Uhrenschraubendreher die eine Seite des Chips hoch. (siehe Bilder).

Die Zweite Seite ist ein Kinderspiel, da kann man den Chip mit der Lötspitze nach dem Anheizen einfach zur Seite schieben.

Ich hoffe der Bericht wird einigen helfen.

Melde mich wieder, wenns weiter geht.

Siggi
»Siggi« hat folgende Bilder angehängt:
  • 1.jpg
  • 2.jpg
  • 3.jpg

Siggi

Anfänger

Beiträge: 10

Firmwareversion / your current Firmware: Unslung 3.18

  • Nachricht senden

13

14.03.2006, 12:42

So, weiter geht's!

Als nächstes müssen wir etwas Platz auf dem Board schaffen, um die RAM's der NSLU2 gut auslöten zu können. Dazu entfernen wir die Batterie, den Summer und 2 Kondensatoren (siehe Bild). Entweder man nimmt einen Entlötsauger, oder aber man hebelt die Bauteile abwechselnd jeweils an der mit dem Lötkolben erwärmten Stelle schön langsam mit geringen Druck von dem Board. Lieber einige Male öfter abwechseln, als nur mit zweimaligen Anwärmen was abzubrechen (siehe Bild). Nachdem alle 4 Teile entfernt sind, sollte man die Lötlöcher wieder öffnen. Dies mache ich, indem ich auf der einen Seite mit dem Lötkolben (original Spitze wieder drauf) anwärme und von der anderen Seite mit einem Zahnstocher durch das Loch steche (siehe Bild). So nun haben wir Platz zum RAM auslöten.
»Siggi« hat folgende Bilder angehängt:
  • 4.jpg
  • 5.jpg
  • 6.jpg
  • 7.jpg

Siggi

Anfänger

Beiträge: 10

Firmwareversion / your current Firmware: Unslung 3.18

  • Nachricht senden

14

14.03.2006, 13:03

Das Auslöten des RAM's gestaltet sich genauso wie oben beschrieben (siehe Bilder). Uhrenmacherschraubendreher ansetzen, mit dem Lötkolben eine Seite anheizen, und mit leichtem Druck den Baustein anheben. Falls nicht alle Pins angeheizt werden, den lötkolben sachte auf den Pins hin und her bewegen, so dass alle Pins gelöst werden. Nur dann kann der RAM-Baustein einfach mit dem Schraubendreher hochgehoben werden. Falls man es da zu eilig mit dem Hebeln hat kann es vorkommen, dass Leiterbahnen, die unterhalb des RAM's verlaufen vom Board gerissen werden. Also VORSICHTIG!! sein. Nachdem die RAMS abgelötet sind, die Anschlussstellen mit etwas Löflussmittel einschmieren und mit der Lötnadel alle Lötstellen schön glänzend streichen. Dabei kontrollieren ob alle Bahnen I.O. sind.
»Siggi« hat folgende Bilder angehängt:
  • 8.jpg
  • 9.jpg
  • 10.jpg
  • 11.jpg

Siggi

Anfänger

Beiträge: 10

Firmwareversion / your current Firmware: Unslung 3.18

  • Nachricht senden

15

14.03.2006, 13:21

So, jetzt müssen die grossen RAM's drauf. Auf die Richtung achten !!! Der Punkt auf dem Chip sollte zum grossen Chip auf dem Board zeigen. Die Bausteine müssen haargenau auf die Lötstellen passen. Ist gar nicht so einfach! jetzt am Besten alle vier Eckpunkte anlöten. Dabei den Chip immer schön auf das Board pressen. Jetzt alle Pins mit ewas Flussmittel mit einem Zahnstocher einstreichen, und damit beginnen alle Pins schön mit der Lötnadel anzulöten.
Nachdem beide RAMS drauf sind am besten akribisch kontrollieren ob alle Pins dran sind, ob es keinen Kurzschluss zwischen 2 Pins gibt. Jetzt Die Kondensatoren, den Summer und die Batterie wieder auflöten. Wenn alles OK ist läuft die NSLU2 wieder:)

Wer noch 2 ausgelötete 32Mx16 Chips braucht, PN an mich. gebe sie für 15,- inkl. Porto ab.

Viel Erfolg beim Umbau !!!!!!!!!!:cool:
»Siggi« hat folgende Bilder angehängt:
  • 12.jpg
  • 13.jpg

16

14.03.2006, 18:57

Danke für die schöne Anleitung! :)
Ich werd' trotzdem die Finger davon lassen. Der 266MHz-Umbau hat mir gereicht, und der ist im Vergleich zu dieser Speichererweiterung ein Klacks.

wilddog1806

Schüler

Beiträge: 103

Firmwareversion / your current Firmware: originale Firmware 2.3r24

  • Nachricht senden

17

14.03.2006, 20:27

hört sich schon interessant an, ich frage mich nur ob die hitzeentwicklung für die RAMs nicht zu groß ist. gibt es da erfahrungswerte ?

wilddog1806

Siggi

Anfänger

Beiträge: 10

Firmwareversion / your current Firmware: Unslung 3.18

  • Nachricht senden

18

14.03.2006, 20:57

Also von heute Mittag bis jetzt läuft das Ding noch. Muss erst noch den Bootloader austauschen und Openslug installieren. Habe momentan Unslug drauf.
Überhitzen sollte man die RAM's sicherlich nicht! Wenn man 15sec auf dem Drücker des Lötkolbens bleibt, glüht der Draht. Das wäre definitiv zu viel.

Habe sonst keine Ahnung wie die Dinger sicher abzulöten sind. Hab was von Heissluftlötkolben gehört, kann mir aber nicht vorstellen, dass der weniger Hitze entickelt.

Vor ca. 10 Jahren (da waren Bauteile ICs usw. noch teurer) da konnte ich von unserer Firma def. Platinen mitnehmen. Um die Bauteile schnell abzulöten hielt ich das ganze Board mit einer Zange über die Herdplatte, wenn heiss genug war, einfach umdrehen und mit einem Schlag aufs Board waren fast alle Bauteile abgelötet. Geschadet hats denen nicht, haben fast alle noch funktioniert (ausgenommen der Defektursache).
Temperatur halten die Dinger schon aus. Hab mal spasseshalber an einem TFT-Monitor mit einem kleinen Gasbrenner so ein Chip erhitzt, ohne Probleme. Das Ding lief noch.
Es gibt immer irgendwo ein Limit das man einhalten sollte.

Siggi

Anfänger

Beiträge: 10

Firmwareversion / your current Firmware: Unslung 3.18

  • Nachricht senden

19

17.03.2006, 11:06

Diese Änderungen sind auf eigene Gefahr!!!

Finger weg, wenn Unsicherheit besteht!!!

Die apex.bin ist AUSSCHLIESSLICH nur für den 128MB-Umbau mit 2 32Mx16 Chips!!!
Falls das schief geht, bootet NSLU2 nicht mehr und es hilft nur noch
JTAG

[LEFT]1. OpenSlug-2.7-beta in den Flash installieren
2. NSLU2 mit der neuen Firmware ohne Laufwerke am USB testen
3. die NSLU2 um einen seriellen Port erweitern
4. NSLU2 ausschalten und seriell mit dem Rechner verbinden
5. Unter Start -> Zubehör -> Kommunikation -> Hyperterminal eine neue Verbindung anlegen mit 115200 Bits pro Sek., 8 Datenbits, keine Parität, 1 Stoppbit, und Xon/Xoff Flusssteuerung
6. Jetzt die NSLU2 starten. Im Hyperterminal sollte ein "+" erscheinen. Sofort "Strg"+"c" drücken.
7. Nach ein paar Sek. erscheint der Command Prompt von Redboot "RedBoot>"
8. apex.rar entpacken
9. Jetzt die apex.bin per Xmodem auf die NSLU2 übertragen mittels "load -b 0x1000000 -r -m xmodem"
10. Gleich danach im Hyperterminal die Übertragung starten "Übertragung" -> "Datei senden" (unter "Protokoll" Xmodem wählen) -> apex.bin mit "Durchsuchen" wählen und senden.
11. Nachdem die Datei gesendet wurde, mit "g 0x1000000" apex im Terminal starten und sofort "Strg"+"c" mehrmals drücken.
12. Jetzt haben wir den apex Command Prompt "apex>"
13. Mit der Eingabe "version" schauen wo apex im SDspeicher liegt z.B. "apex => mem:0x20200000+0x4304"
14. Den ersten Block des Flash mit der Eingabe "erase nor:0" löschen
15. Mit "copy mem:0x20200000+0x4304 nor:0" apex in den Flash übertragen. (hier die oben ausgelesenen Speicherparameter eintragen"
16. Mit "reset" NSLU neustarten. Wenn alles I.O. ist startet die NSLU2.
17. Nach dem Einloggen kann man mit "free" den Speicher überprüfen.

Ein herzlichen Dank an Sinclair für die Hilfe.
[/LEFT]
»Siggi« hat folgende Datei angehängt:
  • apex.rar (29,28 kB - 87 mal heruntergeladen - zuletzt: 17.09.2018, 19:28)

20

04.06.2006, 21:23

Tipps zum Auslöten

Hallo beinand!

Ich hab den Umbau meines NAS noch vor mir.
Ich hab nen FNS-1000, der hat auch nur 32MB, aber immerhin schon die Lötpads für eine zweite Speicherbank vorgesehen. Ich muss also nix Huckepack löten.

Hab aber im Datenblatt gelesen, dass immer beide Speicherbänke mit gleichen Chips bestückt werden müssen, ein Aufrüsten nur per Huckepack ohne Auslöten der alten Chips geht also nur auf 64MB.

Auch muss für >64MB der Kernel mit indirekten Funktionen auf PCI-Geräte zugreifen, was ein bisserl Performance kostet. Dazu gibts ne Option beim Kernel menuconfig, AFAIK ist diese Option zumindest bei den Openslug und Debianslug Kernel die per MasterMakefile gebaut wurden, schon gesetzt.

Auslöten mit Heissluftpistole:
Ich hab vor einiger Zeit sowas ähnliches gelötet, und hab dabei die Chips vom Speicherriegel mit einer Heissluftpistole abgelötet.
Ich hab das erstmal an einem uralten Speicherriegel aus der Bastelkiste ausprobiert, um die Temperatur einzustellen. Den Wert weiss ich leider nimmer, müsste aber irgendwo um 250° gewesen sein.
Wichtig ist, dass die maximale Löttemperatur der Chips nicht überschritten wird, und auch die Zeit halbwegs eingehalten wird. Normalerweise ist das Lötprofil in der Fabrik ein langsames aufheizen über einige zehn sekunden, und dann 5-10s Spitzentemperatur.
Die Chips halten also ne ganze Menge aus, solange man die Spitzentemperatur nich (wesentlich) überschreitet. Wenn das Zinn beim ablöten innerhalb von 30s schmilzt ist man wahrscheinlich auf der sicheren Seite.
Und daran Denken: zuviel Wärme (und vor allem zu lange) schadet auch der Leiterplatte!

Andere, brachialere Methode zum Ablöten der alten Chips:
Mit einem Cutter mit frischer, scharfer Klinge die Beinchen auf einer Seite einfach abscheiden. Dabei aufpassen, dass man nicht aus versehen die Leiterbahnen darunter verletzt. Erfahrungsgemäss geht das am besten, wenn man das Messer möglichst Flach hanz nahe am Chip ansetzt. Und bloss nicht abrutschen!
Für die zweite Reihe hat es sich bewährt, die Beinchen durch Ermüdungsbruch zu lösen: Einfach den Chip hochklappen, und solange hin- und her- biegen, bis alle Beinchen ab sind. Dann nur noch mit dem Lötkolben die Pinreste mit a bisserl frichem Lötzinn zur Seite Schieben bzw mit dem Lötsauger und Lötsauglitze entfernen.
Ist Brachial, schont aber die Leiterplatte. Die alten Chips sind danach natürlich nicht mehr wirklich zu gebrauchen ;-)

Zum reinlöten:
Wer es sich zutraut und ne Heissluftpistole hat, der kann die auch zum Reinlöten verwenden. Um ein bisserl Zinn auf die Lötpads zu bekommen, habe ich mit SMD-Lötpaste aus der Dosierspritze gute Erfahrungen gemacht: Einfach eine dünne Wurst quer über alle Pins legen, Chip draufpappen, mit dem Lötkolben zwei der Eck-Pins schonmal fixieren, und dann mit der Heissluftpistole mit möglichst feiner Düse an die Pins dran.
Überflüssiges Zinn kann dan ganz gut mit Entlötsauglitze entfernt werden.

Ganz Professionelle Leute haben vielleicht auch einen Stickstoff-Heissluft-Lötkolben. Ich hab sowas mal in einem Praktikum verwendet; ist aber auch damit Übungssache...

So long, vielleicht hilfts ja dem einen oder anderen Löt-willigen!

Florian

Social Bookmarks