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Turrican

Anfänger

  • »Turrican« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11

Firmwareversion / your current Firmware: originale Firmware 2.3r25

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1

Dienstag, 18. November 2008, 23:06

Umstieg von original Firmware zu Debian

Hi Leute erstmal ein großes Hallo in die Runde :)

Ich hab meine Slug mittlerweile seit über 3 Jahren und bin bis jetzt mit der original Firmware bestens ausgekommen. Nachdem ich jetzt aber mitbekommen haben, was mit dem Ding eigentlich alles möglich ist will ich jetzt auf Debian umsteigen. Den "Anti-Underclocking-Hack", damit die Slug mit 266MHz läuft, hab ich heute durchgeführt.

Für folgendes soll die Slug nachher herhalten:

1) Mailserver
2) Fileserver (500GB USB-Platte wird jetzt schon zum Daten sharen verwendet)
3) Webserver

Ich stelle mir das folgendermaßen vor ...

Debian und die benötigte Software (Mailserver und Webserver inkl. Daten) wird auf einem USB-Stick (wahrscheinlich 16GB) installiert. Alle Daten die geshart werden bleiben auf der 500GB USB-Platte.
Durch die Installationsanleitungen von Debian habe ich mich hier im Forum schon ein bischen durchgearbeitet und Linuxkenntnisse sind vorhanden ... wenn auch noch nicht im Serverbereich ... :D

Hat schon jemand Langzeiterfahrung mit einem USB-Stick als Plattenersatz?? Die Größe, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung sprechen ja sehr für einen USB-Stick.

Welches ist die aktuellste Version von Debian die es für die Slug gibt. Welches ist die stabilste?

Ich freue mich schon auf viele Antworten ;)

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2

Freitag, 21. November 2008, 19:08

AW: Umstieg von original Firmware zu Debian

Muß schon frustierend sein, wenn man so gar keine Antwort bekommt, aber da bist du ja nicht allein.

Mir haben die folgenden Artikel sehr geholfen:
http://www.tecchannel.de/storage/nas/1744030/
http://www.tecchannel.de/server/linux/17…slug/index.html

Vorher könnte man ein Backup machen. Ich habe es erst nach erfolgtem Umstieg auf Debian gemacht, kann also nicht sagen, ob das Verfahren auch mit der originalen Firmware klappt:
http://www.nslu2-linux.org/wiki/HowTo/Co…yBackupTheNSLU2

Zu einem Stick kann ich nichts sagen. Ich habe Debian auf einer 500GB-Platte installiert und (mit einigen Mühen) so konfiguriert, daß sich die Platte nach 10 Minuten Inaktivität schlafen legt (reine Softwarelösung, kein Feature der Platte). Stick wäre mir wegen der begrenzten Schreibzugriffe zu unsicher. Denke, daß eine Platte auch schneller arbeitet und die Slug ist ja eh schon keine Renn-Schnecke. Habe dann noch eine zweite Platte dran, die aber nur ein regelmäßiges Backup der ersten Platte erhält, natürlich mit Versionierung, so daß ich verschiedene Stände zurückspielen könnte.

Meine Slug verbraucht im Leerlauf mit zwei per hd-idle schlafen gelegten 500GB-Platten nur ca. 12-15 W. Unter Vollast fallen bei der Kombination NSLU2 mit 2 Platten (rsnapshot sichert von Platte 1 auf Platte 2, CPU hat dann 100% Last) etwa 50 W an.

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3

Freitag, 21. November 2008, 19:18

AW: Umstieg von original Firmware zu Debian

Ach ja, aus Performancegründen die Platte natürlich nicht mit NTFS fahren. Als Webserver ist Apache wohl eine Nummer zu groß für die Slug. Im Zuge der Installation eines ebay-Snipers habe ich lighttpd mit PHP5 (http://de.wikipedia.org/wiki/Lighttpd) installiert. Ist ressourcenschonend, flexibel und schnell.

Chepetto

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4

Mittwoch, 26. November 2008, 15:10

AW: Umstieg von original Firmware zu Debian

Hallo,

ich hätte eine Frage an Dich Treoretiker, wie hast Du Deine Platte dazu gebracht, dass sie einschläft? Ich habe es mit unslung nicht geschafft und hoffe nun, dass ich es mit Debian schaffe.:confused:

=> 1TB WD MyBook

Neben dem Schlafengehen frage ich mich gerade, wie ich was konfigurieren kann bzw. soll. Naja, das ist aber ein anderes Thema.

Zum referenzierten Artikel (tecchannel) muss ich sagen, dass soweit alles klar war, aber die Installation nicht ein Mahl sondern einmal schlafen & arbeiten (rund 14 Stunden) gedauert hat, :eek:

lieben Gruß
Franco

5

Mittwoch, 26. November 2008, 19:11

AW: Umstieg von original Firmware zu Debian

Um die Festplatten im Leerlauf schlafen zu legen, (ansonsten im Jahr etwa 35 EUR zusätzliche Stromkosten pro Platte !) habe ich folgende Tipps aufgegriffen:

My Debian Linux on the NSLU2 installation and configuration guide:
http://www.pcprobleemloos.nl/nslu2/doku.php

Aus obiger Anleitung habe ich die Partitionen mit noatime gemountet, swapiness eingestellt, MARK messages abgeschaltet, den disk integrity check abgeschaltet, lasse die IP-Adresse über den Beeper ausgeben, lasse den Power Button ausschalten (statt neustarten) und habe IP6 abgeschaltet (um RAM-Platz zu sparen).

Die Festplattenzugriffe sind damit schon mal reduziert, aber es muß noch viel mehr reduziert werden, wenn die Betriebssystemplatte mal schlafen soll. In der Syslog-Konfiguration fast alles auskommentieren und Ramdisks für Log-Dateien anlegen.

Homeserver (NSLU2):
http://www.drachenjaeger.eu/index.php?op…=105&Itemid=109

Nun war alles vorbereitet, um hd-idle zu installieren.
HD-Idle:
http://hd-idle.sourceforge.net/

Erster Schreck: es gibt kein Paket, sondern nur den Source. Zum Glück gibt es auch dafür Tips:
Festplatte schlafen legen
http://www.nslu2-info.de/showthread.php?t=6783

Also build-essentials installiert und dann mit den 3 Befehlen 1) ./configure, 2) make, 3) make install eine ausführbare Datei erzeugt. Erster Test über:

hd-idle -t sda

Prima, die Platte stoppt hörbar. Aber nach kurzer Zeit läuft sie wieder an. Per "find / -xdev -mmin -60" (vgl. Festplatte in standby: http://kanotix.com/PNphpBB2-viewtopic-t-…ight-nslu2.html ) festgestellt, daß die Datei /var/cache/samba/browse.dat der Übeltäter ist. Merkwürdig, eine Ramdisk für /var/cache/samba ist schon angelegt, trotzdem fährt die Platte immer hoch, wenn die Datei browse.dat aktualisiert wird. Anscheinend ist die Ramdisk doch noch nicht aktiv.

Damit die Ramdisk vor dem Samba-Start schon aktiv ist, habe ich das Anlegen der Ramdisks für /var/log/, /var/run/, /var/lib/samba, /var/cache/samba in die /etc/init.d/samba verschoben:

# Creating ramfs for /var/log
mkdir -p /var/log
mount -t ramfs ramfs /var/log -o maxsize=384
cp -a /var.state/log/* /var/log
# Creating ramfs for /var/run
mkdir -p /var/run
mount -t ramfs ramfs /var/run -o maxsize=128
cp -a /var.state/run/* /var/run
#Creating ramfs for /var/lib/samba
mkdir -p /var/lib/samba
mount -t ramfs ramfs /var/lib/samba -o maxsize=128
cp -a /var.state/lib/* /var/lib
#Creating ramfs for /var/cache/samba
mkdir -p /var/cache/samba
mount -t ramfs ramfs /var/cache/samba -o maxsize=128
cp -a /var.state/cache/samba/* /var/cache/samba

Zusätzlich noch mkdir-Befehle dazu, damit die notwendigen Verzeichnisse auf jeden Fall vorhanden sind.

In dieser /etc/init.d/samba habe ich auch die in der fstab gemountete Swap-Partition abgeschaltet, indem ich nach dem Anlegen der Ramdisks folgende Zeile hinzugefügt habe:

/sbin/swapoff -a

Wenn ich mich recht erinnere, war damit das Problem mit der browse.dat behoben, nun trat das nächste Problem auf: wins.dat
Da habe ich ewig lange gesucht und probiert. Ruhe gab es erst, als ich in der /etc/samba/smb.conf im Abschnitt [global] die Zeile
local master = no
hinzugefügt habe. Erst damit war die wins.dat abgeschaltet. Samba (zumindest die Freigaben) funktioniert immer noch.

Vorher hatte ich in dem Abschnitt [global] schon folgendes gesetzt:
syslog = 0
log file = /var/log/samba/log.%m
preferred master = no
domain master = no
os level = 0
wins support = no

Damit war zum ersten Mal Ruhe. hd-idle habe ich so konfiguriert, daß nach 10 Minuten Inaktivität ein Spindown der Platte gemacht wird.

Hoffe, daß ich nichts Wesentliches vergessen habe.

6

Mittwoch, 26. November 2008, 19:18

AW: Umstieg von original Firmware zu Debian

Nachtrag: Nach den Installationen von rsnapshot und esniper/lighttpd/es-f trat das Problem auf, daß die erste Platte (mit dem Betriebssystem) pünktlich jede halbe Stunde aufgeweckt wurde. Nach dem Aufwecken war keine geänderte Datei festzustellen. Habe dann nach und nach die laufenden Prozesse gekillt, bis die Platte nicht mehr geweckt wurde. Nach Abschuss von syslogd und klogd war wieder Ruhe. Zunächst hatte ich deshalb den Syslogd komplett deaktiviert (Ausführungsberechtigung entzogen). Habe dann irgendwann mehr aus Zufall zwei Dateien /etc/cron.d/php5 und /etc/cron.d/php4 entdeckt, wo jede halbe Stunde Session-Files gepurgt wurden. Das sind also die Übeltäter. Beides auskommentiert, seitdem schläft die Platte auch bei aktivem Syslogd wieder.

Chepetto

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Beiträge: 11

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7

Donnerstag, 27. November 2008, 00:41

AW: Umstieg von original Firmware zu Debian

Servus Treoretiker,

danke für die ausführliche Beschreibung und die Links! Ich muss mal sagen, jo, das ist harter Tobac für mich :eek: Aber was soll's, man hat ja sonst keine Hobbys, gg.

Ich werde mich wahrscheinlich jetzt einige Tage nicht melden, da ich da etwas zu verarbeiten habe! :cool:

THX, Chep

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