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Brutus

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1

Donnerstag, 2. August 2007, 21:57

Welche Festplatten / Gehäuse für Dauerbetrieb

Habe schon mit 'ner Suche nach "Festplatte dauerbetrieb" ein paar Sachen gefunden, hätte aber mal eher grundlegendere Fragen. Aktuell steht für mich der Kauf von zwei neuen Festplatten (Sata, keine Pata oder SCSI) plus externen Gehäuse (auf jeden USB2, eSata wär super und evt. LAN) an. Später möchte ich die Platten dann auch im Netzwek nutzbar machen (entweder per NDAS, aber da soll die Linux unterstützung ja nicht so dolle sein, oder per NAS, zB. mit der Slug) aber das hat erstmal Zeit und ist 'ne andere Sache.

Wenn ich die Platten in ein externes Gehäuse packe und an meinen Rechner anschließe, kann ich ja per Master/Slave Steckdose die immer automatisch mit meinem Rechner starten/stoppen. Das ist soweit ja ganz nett, aber geht ja zum einen nicht mehr, wenn ich sie zB. an die Slug oä. hänge, wo sie 24/7 im Netzwerk zu Verfügung stehen sollen und andererseits, nutze ich die Platten doch eher selten (1 bis 5 Zugriffe pro Tag), von daher wär's schön, wenn ich auch wenn sie nur an meinen Rechner hängen, 'ne "standby" Funktion hätte, ohne die immer manuell ein/aus schalten zu müssen.'

Jetzt mal die Fragen an euch: Was gibt's da für Optionen und was muss ich beim Plattenkauf beachten?

Wirklich schnell müssen die Platten auf keinen Fall sein, 5.400 reicht völlig, Wärmeentwiklung sollte halt klein sein und wenn sie dazu noch leise ist, wär's super. Wichtig wäre mir, das sie halt einen 24/7 Betrieb aushält oder sich selbst bei Nichtbenutzung ausschaltet (habe ich bislang nur bei der WD MyBook gesehen), was mir lieber wäre, da's ja auch ein bisschen Strom spart.

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yauser

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2

Mittwoch, 15. August 2007, 11:13

Festplatten:

Marke
ist ansichtssache, vor einiger Zeit (5 Monate) habe ich viel verglichen und die SATA Samsung platten schnitten sehr gut ab: leise und haltbar

Geschwindigkeit: 5.400er Platten wirst Du kaum noch finden, als SATA gibts die meines Wissens nach nicht...

Stromverbrauch: Leigt so pi mal Daumen bei 10 Watt / Stunde

Dauerbetrieb vs. Abschalten: Der Verbrauch spricht dafür, man kann die Platten in den Standby legen, wenn Du sie an einer NSLU2 beteibst wird dieses aber meistens schwierig, sofern Du viele Prozesse laufen lässt, da er auf die Platte swappen muss und auch von vielen Prozessen Logs geschireben wird, um gehen kann man das mit Flash-Speicher, aber gerade beim Thema swappen gibt dieser dann mehr oder weniger schnell den Geist auf, da er sich pro Schreib- Lesevorgang abnutzt (Google-Suche-benutzen)

Es gibt von vielen Herstellern Festplatten die explizit für Dauerbetrieb ausgelegt sind, diese Kosten dann meistens 10€ mehr und haben bei Samsung den Zusatz RAID

Das ständige an/-aus ist für die Platte aber meist schädlicher als der Dauerbetrieb, besonders wenn die Kühlung schlecht ist und die Platte wärmer wird als 50°C, das hat was mit der Materialverformung zu tun (Ausdehnung bei Hitze).

Das bringt nun uns nun auch gleich zum Punkt Kühlung: externe Gehäuse sind meist schlecht gekühlt, da die Platte dort in einem - meistens - kleien Gehäuse "liegt", besonders fatal ist es, wenn noch eine kleine Luftschicht im Gehäuse ist, da diese dann noch zusätzlich isoliert und schnell ein Hitzestau auftritt, der die Temperatur nach oben schnellen lässt. Abhilfe kann man schaffen, in dem man mit etwas handwerklichem geschick einen Lüfter auf das Geäuse setzt und diesen mit an den Strom des Gehäuses anschliesst. Man kann z.B. einen 8x8 Lüfter am das Gehäuse anbringen, der bei 12V mit 1500 (20db) Umdrehungen lüft, schliesst man diesen dann noch auf 5V an, so hat er (geschätzte) 600 Um drehungen, das hört man kaum bis garnicht! Das Lese/Schreibgeräusch der Platte ist lauter...

Gehäuse
:
Wenn Du die Platte an eine NSLU2 anbringen willst, dann reicht der USB Anschluss vollkommen aus, zusätze machen es nur teuerer und werden eh nicht benutzt, dann kannst du auf IDE-Basis auch eine alte 5.400er Platte verbauen, Speed bei der NSLU max 6MB/s - das schaffen auch die Platten
Für Gehäuse mit LAN/eSATA Anschluss muss man mehr hinblättern, dann schon auf die Kühlungsaspekte achten, besodnerns bei LAN - also Dauerbetrieb - die Treiber haben dann aber auch Standby-Funktionen für die Platte
Platten an Deinem Rechner kannst Du per ACPI in den Schlaf schicken, das funktioniert uner Windows per Energieverwaltung. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit bei neuen Modellen dieses direkt in der Festplatte zu aktivieren, so dass Deine Festpaltten im PC sich nicht schlafen legen.

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Brutus

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3

Donnerstag, 16. August 2007, 19:35

Vielen Dank yauser für die ausführliche Antwort!

Bei mir sieht es aktuell so aus, das ich mir statt der NSLU2 wohl einen kleinen Homeserver selber bastel (sh anderer Thread hier im Forum). Das muss allerdings noch ein wenig warten, ich würde mir aber gerne schon mal ein Platte + externen Gehäuse kaufen, die ich dann später in den Server packen kann. Wenn die "Raid Platten" nur um die 10 € teurer sind, ist das ja gar kein Problem. So intuitiv würde ich aber trotzdem lieber normale Platten nehmen, die sich dann automatisch ausschalten (die werden echt nur 2, 3 Mal am Tag gebraucht, da kommt mir ein 24/7 Laufenlassen irgendwie komisch vor).
  • Ist das Quatsch, da 24/7 mit Raid Platten trotzdem besser ist (für die Platten)?
Wenn das kein zu großer Nachteil ist, würde ich gerne normale Platten nehmen, die sich automatisch ausschalten (alleine schon wegen des Stromverbrauchs und alles). Wie sieht den das da aus? Das über den Rechner bzw. die Energieoption zu regeln finde ich eher umständlich. Am liebsten wäre mir, wenn das das externe Gehäuse merkt, das 'ne Weile keine Anfragen mehr kamen und die Platte schlafen legt oder die Platte das halt selber macht. Gibt es sowas?

Aktuell habe ich an folgendes gedacht:

* Samsung SpinPoint T166 500GB SATA II
* AC Ryan AluBox HD50138, 3,5" IDE/SATA to USB/eSata

Ich habe Spinpoints in 3 Rechnern in der WG und alle sind bislang ziemlich zufrieden und oben wurden sie ja auch empfohlen.
Das Gehäuse hat in allen Tests die ich gelesen habe sehr gut abgeschnitten und kostet auch nicht zu viel.
  • Taugt die Platte euer Meinung nach was (für meine Zwecke) und kann die sich automatuisch abschalten (bzw. wo / wie bekomme ich raus ob sie das kann). Wenn das mit der Platte nicht geht, welche würdet ihr empfehlen?
  • Was ist mit dem Gehäuse, kann das ansonsten dafür sorgen, das sich die Platte ausschaltet?
  • Das Gehäuse hat keinen Lüfter, geht das trotzdem klar (in verschiedenen Test hat es trotzdem gut abgeschnitten)?
  • Kann man so ein Gehäuse eigentlich per USB mit Strom versorgen, oder braucht man immer das externe Netzteil?

Sorry, wenn das hier nicht der richtig Ort für solche Fragen ist, aber ich finde es ziemlich schwer, Infos jenseits der Mittleren Zugriffszeit zu finden, und kenne mich selbst leider so überhaupt nicht mit Hardware aus.

yauser

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4

Dienstag, 21. August 2007, 01:02

hallo Brutus, erstmal sorry für die späte Antwort.

Also die Frage nach Dauerbetrieb vs. Standby hängt sicher von der Art der Nutzung ab. Ich will hier mal 2 "Anwendungs"fälle skizizieren und Vor-/Nachteile abwägen und dann nochmal auf die Stromversorgung und Festplattenbauart eingehen:

A) Dauerbetrieb: Fileserver (Downlaodserver).
Optimal: für Dauerbetrieb ausgelegte RAID Platte
OK: Normale Festplatte - Dauerbetrieb
Schlecht: Festplatte schlafen schicken, da sie bei jedem Zugriff aufgeweckt werden muss

B) Standy: Wenig Fesplatten Zugriffe - lange Leerzeiten (z.B. Aufnahme-Server) - Betriebsystem auf Flash-Diks untergebracht
Optimal: Notebook Festplatte - Schlafmodus
Schlecht: Normale Festplatte - Dauerbetrieb, da unwirtschaftlich im Hinblick auf Strom und Abnutzung

Just 4 Info: Stand-by heißt nur, dass der Motor abgeschaltet wird, die Elektronik der Platte ist trotzdem unter Strom, der Löwenanteil am Stromverbrauch ist aber das Rotieren, also der Motor.

Stromversorgung und Festplattenart:
Wenn Du vorhast die Festplatte oft schlafen zu schicken
dann würde ich Dir zu einer Notebook-Festplatte raten, da diese aus Stromsparaspekten genau für diese
n Anwendungsfall entwickelt wurde: Stromsparend im Betrieb und häufiges Schlafenlegen.

Vorraussetzung ist allerdings, das dein Home-Server keine Betriebssystem-Zugriffe auf die Platte macht (Loggen von Zugriffen oder Swappen)
Notebook-Festplatten gibt es auch mit 5.400 Umdrehungen

Die Baugröße (Einbauhöhe - wie Diskettenlaufwerk) ist 2.5 Zoll
Im Allgemeinen wird bei den externen 2.5 Zoll Gehäusen keine seperates Netzteil mitgeliefert, so dass die Fespltatte büer den USB-Port mit Strom versorgt wird, hierbei ist darauf zu achten, dass das versorgende Netzteil genug Ampere liefert - sonst wirds ungemütlich ;) Soltle aber meistens hinahauen, da ja die Notepbook-Festplatte wie oben erwähnt sparsamer ist (kann das hier leider nicht belegen, fidne keine Datenblätter mehr bei Samsung)

z.B.Samsung HM160JI http://www.samsung.com/global/business/h…160JI&ppmi=1089
Alternate-Anhaltspreis 84€ (http://www.alternate.de/html/product/det…rticleId=216267 - heisst etwas anders, müsste aber die Platte sein) Kapazität ist dabei natürlich begrenzt... Es gibt ja keine Eier-Legende-Woll-Milch-Sau :D

Soll die Platte größer (>200GB) sein hilft nur der Griff zu einer "Normal-Platte" - ich vermute das der Effekt bei häufigen Schlafbetrieb für beide (RAID- oder Desktopversion) gleich ist, kennen mich da aber auch nicht aus

Am Gehäuse hab ich nichts zu bemängeln. Vom Wärmeaspekt her sollte man die Platte eh ohne Gehäuse betrieben und z.B. auf eine Große Metallplatte legen unter welcher man dann z.b. Gummifüsse anbringt (wegen Vibrationsentkopplung)
Ich experimentiere gerade noch mit ausgedienten Pentium 2 Passivkühlkörpern :D

So ich glaub ich hab alle Fragen erwischt?!

Brutus

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5

Donnerstag, 23. August 2007, 17:31

Super, vielen Dank nochmal für die ausführlichen Antworten, hat mir echt weiter geholfen.

Habe den Link auch mal an meine MitbewohnerInnen geschickt, und wir haben uns für die Version mit den 2,5er Platten entschieden (da wirklich extrem selten drauf zugegriffen wird, manchmal auch einen Tag gar nicht, etc.).

Das System selbst wird auf einen Flashspeicher laufen und für all die anderen Platten, werden wir wohl "Raid-Platten" nehmen, da das mit den 2,5er und schlafen schicken ja schon sehr nett ist, aber halt auch extrem teuer, wenn man damit viel Speicherplatz abdecken möchte.

Der Speicher sollte eigentlich mit dem Server zusammen in unserem Flur, von daher wollten wir's recht leise haben, wenn wir jetzt doch Platte dabei haben, die 24/7 laufen, kommt er halt in die Küche, der Kühlschrank ist eh so laut, da macht das auch nichts mehr ;)

Wie wir die "Raid Platten" unterbringen, mal schauen. Haben hier noch 'ne Holzkonstruktion (schlecht wegen der Wärme) mit 3,5->5,25 Einbaurahmen und so Silicon-gedämpfte Schrauben zum Einbauen, vielleicht basteln wir was ähnliches dann dafür (nur halt aus Alu oder irgendwas was besser Dämmt, aber dann 12cm Lüfter hat, oder mal schauen...).

In der Holzkiste laufen übrigens uralte IBM (war damals noch IBM) Deskstar Platten und das (nahezu) ununterbrochen seit Ende der Neunziger (keine Sorge auf den Platten ist nur downloadgedönst, wenn die abrauchen ist's nicht wild).

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